„Guter Nachbar – böser Nachbar?“: So lassen sich Streitigkeiten in der Nachbarschaft schlichten – oder auch von vorneherein vermeiden

Vortragsabend: NachbarschaftsrechtFotos: Haus & Grund Bad Salzig

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt“, legte Friedrich Schiller einst seinem „Wilhelm Tell“ in den Mund. Dass sich solche Erfahrungen auch heute noch wiederholen und längst nicht nur auf die Schweizer Eidgenossenschaft beschränken, beweisen zahlreiche Nachbarschaftsstreitigkeiten vor den Gerichten hierzulande.

Vortragsabend mit dem Verbandsdirektor

Um so zeitgemäßer war also der Vortragsabend von Haus & Grund Bad Salzig, zu dem der Vorsitzende Jörg Puth wieder zahlreiche Mitglieder begrüßen konnte. In Anlehnung an das eingangs gestellte Zitat lautete die Fragestellung dabei: „Guter Nachbar – böser Nachbar?“. Zum Thema referierte Rechtsanwalt Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland-Pfalz.

Vortragsabend: NachbarschaftsrechtSchönfeld informierte dabei zunächst über die Grundzüge des Nachbarschaftsrechts. Der Verbandsjurist erläuterte anhand von Beispielen, welche Vorgehensweisen und Möglichkeiten gegeben sind. Auch müssen regionale Unterschiede in Vorschriften und rechtlichen Gegebenheiten am Wohnort beachtet werden. „Nicht selten ist der Weg zum Schiedsmann ratsam“, empfahl er den Mitgliedern.

Damit es aber erst gar nicht zum Streit kommt, sollte man mit Umsicht und Rücksichtnahme das Miteinander praktizieren, damit man auch „morgen“ noch in Ruhe und Zufriedenheit wohnen und leben kann. Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Schönfeld gemeinsam mit dem Geschäftsführer von Haus & Grund Bad Salzig, Rechtsanwalt Roger Ketzer, offene und individuelle Fragen der Anwesenden.

Eines war am Ende des Abends jedenfalls klar: Vom Griff zur Armbrust kann nur dringend abgeraten werden. Es gibt genügend friedlichere Möglichkeiten zur Streitschlichtung.

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